Wichtiger Schritt im Kampf um die Tabellenspitze
Nach einer rasanten Eröffnung und einer spannenden ersten Halbzeit (17:15) setzten sich die Thüringerinnen am Ende gegen den Frankfurter HC mit 32:26 durch und nutzten ihren Heimvorteil. Erfolgreichste Werferinnen aufseiten der Gäste waren Cosima Cheyenne Hermann mit sieben Treffern sowie Eike Hannemann und Adele Kasper mit je fünf Toren. Die wiederum starken Spielerinnen um Dilayla Alarslan, Rubina Schirmer und Ella Luise Gregor bauten mit ihren jeweils sieben erfolgreichen Abschlüssen den Führungsanspruch des Thüringer HC in der Regionalliga Nordost weiter aus.
Die Anspannung war groß, als sich die entschlossenen Spielerinnen des Thüringer HC mit ihrem Trainer Ruben Arnold den Gegnerinnen aus Frankfurt/Oder am zweiten Adventssonntag vor heimischem Publikum in Erfurt gegenüberstanden. Beim ersten Rückrundenspiel in der Regionalliga Nordost war die Hoffnung, wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze mitzunehmen, groß, sodass im Vorfeld von einem Vier-Punkte-Spiel bei der aktuellen Tabellensituation die Rede war. Der HC Leipzig ließ am Vortag wichtige Punkte beim Auswärtsspiel in Neubrandenburg liegen, doch die Mannschaft um Trainerin Monika Odrowska wollte sich nicht mit der Favoritenrolle der Gastgeberinnen zufriedengeben.
Die Gastgeberinnen eröffneten mit hohem Tempo das Spiel. Nach schnellen Toren durch Finja Raßloff, Rubina Schirmer und Dilayla Alarslan blickte der FHC bereits in der achten Spielminute auf einen Viertoreabstand. Monika Odrowska zog früh die grüne Karte. Die Frankfurterinnen fanden nun besser in ihr Spiel und wirkten sicherer im Unterbinden der Angriffe. Besonders die Treffer von Adele Kasper und Luise Brandt in dieser Spielphase brachten die Gäste wieder heran und der Abstand zur Halbzeit zum THC verringerte sich auf 17:15.

(Foto: Annelie Huntemann)
In der zweiten Spielhälfte spielten die Mädels aus Erfurt weiter ein hohes Tempo und kamen mit ihren mit variablen Angriffsvarianten auf die Außenpositionen sowie an den Kreis zum Torerfolg. Das Spiel blieb spannend, denn die Oderstädterinnen kämpften tapfer und es gelang ihnen über weite Phasen dranzubleiben. Als Thüringen sich mit einem Abstand von acht Toren in der 39. Spielminute bereits sicher wähnte, bekamen die Gäste nach einer Zeitstrafe in einer Unterzahlsituation die zweite Luft. Die Hoffnung der Frankfurterinnen war zurück. Die starke Cosima Cheyenne Hermann und Charlotte Zsolna kämpften sich und ihre Mannschaft auf ein 29:25 heran. Beide Teams lieferten sich ein offensives und körperbetontes Handballspiel. In der 48. Spielminute wurde der Kampfeswille der Gäste durch eine Doppelparade der formstarken Torhüterin Lilly Janßen bei einem 7 m-Tor gebrochen. Die Kräfte des FHC ließen nach und die Gastgeberinnen setzten sich zum Ende des Spiels mit einem Abstand von sechs Toren ab (32:26). Erschöpft verabschiedeten sich die Mannschaften nach einem sportlich fairen Spiel. Der Fokus liegt nun auf dem letzten Spiel des Jahres, bei dem die Mädchen gegen den HC Leipzig den Sprung an die Tabellenspitze schaffen und als „Herbstmeisterinnen“ in die Winterpause gehen könnten.
Stimmen zum Spiel:
Mario Goetze (THC): Sehr gut, wir haben immerhin den Tabellenzweiten geschlagen und rücken weiter nach oben. Das sieht gut aus mit dem Kampf um die Spitze. Ich denk mal schon, dass der THC der Favorit in diesem Spiel war. Wir hatten den Heimvorteil, der Gegner hat die Reisestrapazen. Wir haben im Hinspiel mit einem verloren, das galt es heute zu korrigieren. Die Mädels haben ihren Job gemacht und nächste Woche gegen den HC Leipzig sollten wir eigentlich gut Weihnachten feiern können.
Monika Odrowska (FHC): Der Gegner hat ausgenutzt, was wir heute schlecht gemacht haben. Das war unser Rückzugsverhalten. Thüringen spielt eine gute zweite Welle, das mussten wir eigentlich verhindern und haben es nicht geschafft. Wir waren auch zu inkonsequent im Angriff, haben hundertprozentige Chancen liegen lassen, aber so ist der Handballsport. Ich weiß nicht, woran das lag, denn wir spielen auch sehr schnell, aber heute waren die Gegnerinnen einfach besser.
Bericht: Michael Klaas
Statistik
Statistik:
Thüringer HC: Lilly Janßen, Luisa Nitze, Rubina Schirmer 7, Lucy Victoria Sachs, Imke Huntemann 4, Marissa Seifert, Ludmilla Janda 2, Dilayla Alarslan 7, Antonia Woike, Finja Raßloff 5, Emily Bach, Ella Luise Gregor 7/1.
Frankfurter HC: Julienne Horn, Celina Bähr, Sofie Elise Christoph, Luise Brandt 3, Jo Ann Knöll 1, Romina Doro Zalenga, Nele Koch 1, Adele Kasper 5, Charlotte Zsolna 3, Anny Priefer, Luisa Röther 1, Eike Hannemann 5/0, Cosima Cheyenne Hermann 7/3.
Strafwürfe: 1/1 – 5/3.
Zeitstrafen: 3 – 3.
Schiedsrichter: Jonas Fischer/Bastian Preuk.